Hotelgeschichte

Seit sechs Generationen im
" Weissen Ross "...

Gasthof „Zum weissen Ross“ um 1900

 Als der Schlossergeselle Johann Friedrich Christoph Schlie am 2. Juli 1868 das Haus beim Möllner Wassertor mit der Schankwirtschaft "Zum Weissen Ross" vom Viehhändler Johann Schwarz kaufte, konnte er wohl kaum ahnen, dass damit eine Familientradition begann, die zwei Weltkriege und bis jetzt 135 gute und schlechte Jahre überdauerte.

Seit diesem Tage wird das "Weisse Ross" von der Familie Schlie bewirtschaftet.  Damals, im Jahre 1868, zählte man in Mölln übrigens ganze 3894 Einwohner und 13 "Gastwirte und Krüger", wie es das statistische Handbuch ausweist. Christoph Schlie vergrößerte die Gastwirtschaft schon bald und betrieb zusätzlich eine kleine Schlosserwerkstatt.

Als er 1899 starb, führte sein Sohn Johann Albrecht Christian den Betrieb bis 1908.  Er ließ einen kleinen Kaffeegarten am Stadtsee anlegen und vergrößerte die Wirtschaft weiter.  Als dritte Generation führte sein Sohn Johann Conrad Theodor das Haus weiter.  Er ließ Gas- und Wasserleitungen, sowie elektrisches Licht installieren, richtete die ersten Fremdenzimmer  ein und betrieb bald auch noch eine Bootsvermietung.

Veranda und Bootsvermietung 1920

1934 übernahm Fritz Hermann Theodor Schlie, der schon vorher bei seinem Vater als Kellner gearbeitet hatte das "Weisse Ross".  Er kehrte aus dem Krieg nicht zurück und seine Ehefrau Paula führte das Hotel bis zum Jahre 1965.

Hotel „Zum Weissen Ross“ 1965

Auch ihre beiden Söhne Helmut und Günter blieben dem Gaststättengewerbe treu und erlernten den Kellnerberuf.  Im Oktober 1964 begannen die Vorbereitungen für den Neubau des Hotels direkt am Ufer des Stadtsees, wo sich bisher die Kaffeeterrasse befunden hatte.  Das alte Haus (der Hausbalken trug die Zahl 1649) wurde durch seine Lage, die zur Verengung der Hauptstraße führte, immer mehr zum akuten Verkehrshindernis und während das neue Hotel im Juni 1965 eröffnet wurde, begannen im Dezember des selben Jahres die Abbrucharbeiten an dem alten Fachwerkhaus.

Der Hotel-Neubau, im Stil der 60er Jahre mit Flachdach und schmuckloser Fassade errichtet, wurde 1986 räumlich erweitert und durch ein Spitzdach mit Gauben dem Möllner Stadtbild besser angepasst. 

Umfangreiche Umbauarbeiten und eine Neugestaltung der Fassade ließen ein neues Hotel und Restaurant „Zum Weisses Ross" entstehen, so wie es sich heute als Entree zur Stadt Mölln bei der Wassertorbrücke präsentiert.

Helmut und Margot Schlie, die das Haus seit 1965 als fünfte Generation der Familie führten, konnten 1990 ihr 25-jähriges Geschäftsjubiläum feiern.

1993 folgte dem dann das 125 jährige Geschäftsjubiläum.

 Restaurant und Hotel  „Zum Weissen Ross“ 2000

Im Jahr 2000 übernahm dann der Sohn Sönke Schlie mit seiner Frau Petra Köhn den Familienbetrieb nach umfangreichen Modernisierungsarbeiten und führten den Betrieb in ein neues Jahrtausend und somit auch in die sechste Generation.

Hotelansicht vom Möllner Stadtsee 2000

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